Freitag, 1. November 2013

"Road to Düsseldorf" - Vanguard Open Regional Qualifiers & Continental Championship 2013


Ich sehe viele andere Animeblogger von Conventions oder Messen schreiben, die mich nicht wirklich interessieren und ich deswegen auch nie besuchen werde. Ich werde aber mit diesem Post dazu verleitet, dasselbe Verhaltensmuster anzunehmen. Es ist aber berechtigt, wenn sich am 2. und 3.11. Cardfight!! Vanguard-Spieler aus ganz Deutschland in Düsseldorf versammeln...

[Angepinnt und regelmäßig geupdatet bis 1.11.2013]
[Letztes Update: 25.10.2013 - 14:52 Uhr]



Dieses Mädchen sollte regelmäßigen Besuchern meines Blogs bekannt sein. Wenn nicht, auch ok.
Das ist Hibiki Tachibana aus der Animeserie "Senki Zesshou Symphogear" (ein unterschätzter und empfehlenswerter Anime). Hibiki steht in diesem Eintrag stellvertretend für die Person "kc_alex2". Die Bilder von ihrem Training sollen den Leitfaden dieses Eintrags bilden, da dies eine gelungene Parallele zu meinem Training für dieses Großereignis darstellt.


Zusätzlich schreib ich euch etwas von meiner Turniervorbereitung. Es soll ja auch zu den Bilden passen. Dazu gehören Punkte wie: Wie und seit wann ich mich vorbereite. Wie ich die richtige Strategie für mich gefunden habe. Vor welchen Problemen ich stand und immer noch stehe, und so weiter...
Dieser Eintrag ist hoffentlich nicht nur für Cardfighter interessant^^


Die "Vanguard World Championship" ist ein Event, welches seit 2012 jährlich ausgetragen wird.
In den Kontinenten Nordamerika, Europa, Asien und Ozeanien versammeln sich Cardfighter in den sogenannten "Open Regional Qualifiers" ihrer Umgebung um sich für ihre jeweilige "Continental Championship" zu qualifizieren. Die Gewinner der jeweiligen "Continental Championships" qualifizieren sich dann für die "Vanguard World Championship" in Japan, welche im Dezember stattfinden wird. Der Sieger dieser "Vanguard World Championship" gilt als Vanguard-Weltmeister 2013. Damit wisst ihr jetzt ungefähr den Stellenwert dieses Turnieres. Da ich 2012 leider nicht dabei sein konnte, will ich dieses Jahr um so mehr mitmachen. Und glaubt mir, zu Anfang hatte ich Zweifel, aber jetzt bin ich heiß auf Düsseldorf 2013!


Das ist die Freizeitstätte Garath in Düsseldorf. Der Austragungsort der deutschen "Open Regional Qualifier" am 2.11. und der "Continental Championships" am 3.11.
Düsseldorf als Austragungsort war für mich nicht unbedingt optimal. Ich war aber dennoch froh, dass der Austragungsort früh genug bekanntgegeben wurde.
Rein von der Location hätte es uns aber besser treffen können. Während die anderen europäischen "Open Regional Qualifier" in Einkaufszentren und Luxushotels stattfinden, findet die deutsche "Open Regional Qualifier" und die anschließende "Continental Championships" in einem Jugendzentrum eines Düsseldorfer Stadtteils statt, der weitestgehend als sozialer Brennpunkt bekannt ist. So jedenfalls wenn man den ganzen Geschichten und Hotelbewertungen aus der Gegend trauen mag. Für jemanden wie mich, der nicht aus NRW kommt und auch noch nie in Düsseldorf war, liest sich das schon schlimm. Ich will das auch nicht näher präzisieren und lasse mich da gerne eines besseren belehren. (Gibt es Leser dieses Blogs aus der Gegend? Nur aus Neugier.) Ich bin aber immer noch der Meinung Bushiroad hätte die Location etwas sorgfältiger auswählen können.


Nun aber zum Training. Dieses begann sehr früh, noch bevor dieses Turnier von Bushiroad angekündigt wurde, im März. Ich will bei den "Open Regional Qualifier" unbedingt Bermuda Triangle spielen, weil es mein Lieblingsclan in Vanguard ist. Der Push aus der Extra Booster 06 sollte es mir möglich machen. Nach dem der Extra Booster 06-Inhalt zu 100% vollständig bekannt war, machte ich mich gleich ans testen.


März/April war die Zeit der Findung gewesen. Ich testete über einen Online Client und mit Proxies verschiedenste Kombinationen und Decks aus neuen und alten Bermuda Triangle-Karten, auf der Suche nach dem Deck, welches ich im Herbst spielen sollte. Mein Ziel war es das Maximum aus dem rauszuholen, was mir zur Verfügung steht. Ich wollte keinen Haufen spielen, nur um dann zu droppen und zu sagen es war Just-4-Fun. So bin ich nicht. Wenn ich schon mein Lieblingsdeck bzw. mein Lieblingsclan spiele, dann will ich das Deck so bauen, dass es konkurrenzfähig ist. Verlieren ist für mich kein Problem, solange ich mein Bestes gebe und es meinem Gegner so schwer wie möglich mache. (Mit legalen Mitteln versteht sich^^)


Die Wochen vergingen. So ungefähr im Mai hatte ich bereits ein Konzept, wie mein ungefähres Deck für die "Open Regional Qualifier" aussehen soll. Ich habe bei der Ausarbeitung des Konzeptes viel Wert auf das Überraschungselement gelegt.
Um das mal näher auszuführen, es gibt nicht viele die sich mit dem Bermuda Triangle-Clan beschäftigt haben und sich auch nicht damit beschäftigen wollen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Weitestgehend bekannt ist das PRISM-Deck um Labrador. Damit kann ich also schlecht kommen. Sobald Koro aufgedeckt wird, weiß mein Gegner sofort welches Deck ich spiele und wie sie dagegen vorgehen müssen.
Das Format, welches auf der "Open Regional Qualifier" herrscht, ist Best-of-1. Ich bin kein Freund davon, jedoch müssen alle Teilnehmer damit klar kommen. Beim Best-of-1 will ich möglichst versuchen meinen Gegner auf den falschen Fuss zu erwischen, ihn zu Fehlern zu zwingen und diese dann auszunutzen. Das geht am Besten mit einem Bermuda Triangle-Deck, was sowohl Potential hat als auch weitestgehend unbekannt ist. Natürlich hätte ich auch Gold Paladin, Narukami oder sonst eines der beliebten Decks spielen, ich will aber nicht. Ich will weiterhin an den Moe-Girls des Bermuda Triangle-Clans festhalten.


Im Juni/Juli hatte ich bereits die Version 2.0 meines "Open Regional Qualifier"-Decks fertig. Von der Version 1.0 unterschied diese sich aber nur in drei Karten. Nachdem ich Konzept, Strategie und Deck unter Dach und Fach hatte, wollte ich das Deck mehr und mehr optimieren.
Nachdem im Juli die EB06-Karten auf englisch rauskamen und ich diese das erste Mal richtig in den Händen halten konnte, begann ich auch ausserhalb des Online Clients zu testen.


Im August startete der "Arena Fight". Ein Onlineturnier meines Forums, welches den erwähnten Online Client benutzt. Da sehr viele Spieler teilnehmen werden, die ich auch am 2./3.11 in Düsseldorf sehen werde, war dieses Turnier für mich unheimlich reizvoll. Es lief nach dem Round Robin-Modus, in der Jeder gegen Jeden spielt, dazu Best-of-3. Ich durfte also in sehr vielen Spielen mein Version 2.0-Deck gegen gute bis sehr gute Spieler testen.
Am Ende belegte ich den dritten Platz, über den ich mich sehr gefreut habe. Mehr gefreut habe ich mich aber über die Erkenntnisse, die ich aus den Spielen gewinnen konnte. Ich hatte sehr viele Mängel in meinem Deck und in meiner Spielweise entdeckt. Ich hatte das Maximum aus meinem Konzept bei weitem nicht rausgeholt. Es lag also noch viel Arbeit vor mir.


Wir haben nun September. Zwei Monate vor dem "Open Regional Qualifier" musste das Deck überarbeitet werden. Das Konzept bleibt dasselbe, aber einige Sachen mussten besser an das vorherrschende Metagame angepasst werden. Ich begann Karten rauszunehmen, die sich mehr als störend als nützlich erwiesen hatten. Ich begann "Techs" mit in das Deck reinzunehmen, die mir im Notfall helfen sollten. Auch an meinem Playstyle musste ich einige Sachen verändern. Nach einigen Tests lief die Version 3.0 besser als die Version davor. Ganz besonders die eingebauten "Techs" haben sich als sehr nützlich herausgestellt. Ich kam meinem Ziel das Maximum aus meinem Bermuda Triangle-Deck rauszuholen einen großen Schritt näher.


Bis zur Spitze ist es aber noch ein weiter weg. Ich halte die "Sensation" für nicht sehr wahrscheinlich. Ich gebe auch kein Minimalziel auf, dass ich am Ende sowieso verfehle. Double Elemination und Best-of-1 ist ein knallharter Modus. Da reicht ein Spielfehler oder ein Gradeskip schon aus. Genauso wie Hibiki auf dem Bild den Hügel erklimmen will, so will ich auch von Schritt zu Schritt, von Stufe zu Stufe, von Spiel zu Spiel denken. Es hat keinen Sinn mehrere Runden im voraus zu denken, gerade weil der Modus so "riskant" ist. Auf das "Minimalziel" komme ich gegen Ende zu sprechen.


Ich erinnere nochmal:
Hibiki Tachibana = kc_alex2
Der Sandsack steht stellvertretend für DOTE, Pretzel und Vermillion.


Ungefähr so soll es aussehen XD
Wenn ich das Maximum aus meinem Deck rausgeholt habe, ist sowas nicht unmöglich. Ich muss aber das Glück im richtigen Moment auf meiner Seite haben. Ihr kennt dieses Game, da kann alles passieren :)


Demnächst findet ein weiterer Arena Fight statt. Dieses Mal kommen die Karten aus BT11 dazu, die ebenfalls in Düsseldorf zugelassen sein werden. Ohne angeben zu wollen, ich habe mit meinem Deck noch nie gegen DDD-DOTE verloren. Das Deck ist auch wirklich overrated.
Nach diesem Arena Fight-Turnier, bin ich mir sicher das es eine Version 4.0 geben wird. Vier Wochen vor dem "Open Regional Qualifiers" sollte meine Deckliste aber endgültig feststehen.


Im September meldete ich mich mit der neusten Version meines Decks für den Area Fight #2 meines Forums an. Das Ergebnis war ernüchternd. Nach einer Pechsträhne, die nicht aufhören wollte, musste ich drei Karten meines Decks austauschen (Das ist laut Regelwerk erlaubt. Das Maximum liegt bei fünf Karten.) Danach lief es wieder und ich konnte den Area Fight noch versöhnlich beenden. Das Ziel, die Hälfte aller Matches zu gewinnen, war allerdings klar verfehlt. 5-6 Wochen bis zum "Open Regional Qualifier" und es sind noch Unsicherheiten. Jetzt versuche ich mich an eine Variante des Decks, die mehr Pressure aufbauen soll. Das klappt sogar überraschend gut.


Es ist eine Woche vor dem Event. Ich muss zugeben, in den letzten Tagen hatte ich für die Open Regional Qualifiers keinen Kopf gehabt. Trotz des Trainingsrückstands, bin ich überraschend gut eingespielt. Als ich nach einer längeren Pause mein Deck wieder geschnappt habe, sprangen vier Siege in vier Spielen raus. Beachtlich! Das lag vor allem an der harten Arbeit, die ich in der Zeit davor hatte. Sie könnte am 2.11. tatsächlich Früchte tragen. Ich für meinen Teil hoffe es sehr, bin aber immer noch realistisch und "backe kleine Brötchen".


-Platzhalter für Oktober und die letzten Tage vor dem Event-
Während des Trainings habe ich auch einmal rohe Eier getrunken, so wie auf dem Bild dargestellt.


Wie ihr lesen konntet, habe ich hart und über einen langen Zeitraum hart gearbeitet und dabei an mich selbst und meinem Deck gefeilt. Und ehrlich Leute, ich bin heiß!
Trotzdem heißt das Minimalziel nur "1 Sieg". Heißt, nicht nach 0-2 im Double Elimination-Modus rauszufliegen. Der Modus ist zu hart, als das man ein höheres Ziel ausgeben könnte. Ich bin ausserdem jemand der tief stapelt.
Wie bereits erwähnt, will ich einfach von Runde zu Runde denken und mal schauen wie weit meine "Bermuda-Power" mich bringen wird.
Ob ich zum "Continental Championship" am 3.11. komme, weiß ich aus persönlichen Gründen noch nicht. Ich gehe eher nicht davon aus, es sei denn ich schaffe ein Wunder und qualifiziere mich für das Main Event, aber das ist sehr unwahrscheinlich.
Unabhängig vom Abschneiden werde ich für den Blog einen Nachbericht mit Bildern anfertigen.
Ich werde auch während des Events regelmäßig mittels Smartphone twittern, um euch von meinem Abschneiden live unterrichten zu können. Ich kann euch aber keine Garantie geben, ob es so wirklich funktionieren wird.
Das einzige was ich mir von euch, den Lesern dieses Blogs, wünsche: Drückt mir am 2.11. beide Daumen!
Zusätzlich wünsche ich allen Blog-Lesern, die ebenfalls am ersten November-Wochenende nach Düsseldorf fahren werden, "Viel Glück!". Vielleicht sieht man sich ja beim Main-Event ;)

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